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Wo bin ich?

Im Frühjahr begannen die Planungen für einen Törn der SCM-Jugend mit einem größeren Segelschiff auf der Ostsee. Wir haben die ESPERANZA II von Stephan Moers für den Zeitraum 07.-14.10.2017 gechartert, denn dies war die Überschneidungswoche der hessischen und rheinland-pfälzischen Herbstferien.

Skipper für den Törn war Christian Wilhelm, Co-Skipper Michael Klöppinger, Crewmitglieder waren: Celine, Hanna, Lilli, Sophie und vom SC Hochheim Jens und Johannes. Als Segelgast war Elli Weishaupt mit an Bord. Somit war mit 9 Personen das Boot gut gefüllt.

Die Anreise begann Freitag, den 6.10. abends um 19:30 im Mainzer Hauptbahnhof. Durch das Sturmtief ‚Xavier‘ wurde unser Zugplan ordentlich durchgewirbelt. Ein kleiner Umweg über Würzburg hat uns dann doch noch ermöglicht nach Hamburg zu gelangen und die Bahnreise in Neustadt um circa. 10:30 zu beenden, wo uns Roland mit seinem VW-Bus in die Marina gefahren hat.

Ein Teil der Crew ist einkaufen gefahren und der Rest hat das Schiff klariert. Nach dem Verstauen von Proviant und allen Sachen haben wir eine Sicherheitseinweisung gemacht, Essen gekocht und waren recht müde, so dass der Tag um 20:00 in der Koje endete.

Samstag morgens nach dem Frühstück kam Roland an Bord, um ein paar Hafenmanöver mit uns zu exerzieren.

Gegen 14:00 sind wir dann bei gutem 4er Wind aus NW nach Grömitz gesegelt. Dort waren wir gegen 18:00 fest.

Am nächsten Morgen hatten wir auf dem Vorschiff und der Steganlage etwas Raureif. War wohl doch frisch geworden:-). Mit 2-3 bft aus West sind wir dann in 5 Stunden nach Burgtiefe gesegelt. Dort wurde per öffentlichem Bus nachproviantiert.

Mit zunehmend stärkerem Wind aus SW ging es am nächsten Tag von Fehmarn aus nach Kühlungsborn.

Die Windaussichten für den kommenden Tag waren mit 4-5 aus SW eigentlich ganz gut. Wir wollten eigentlich bis Wismar kommen, konnten aber im Laufe des Vormittages nicht genügend Höhe erreichen, so dass wir ab 14:15 unter Motor weiterliefen und gegen 17:15 im Hafen Boltenhagen festmachen konnten. Ein kalter, nieseliger Tag. Abends haben wir ein Bufett-Restaurant besucht, wo wir uns den Bauch so richtig vollgegessen haben.

Der Wetterbericht des folgenden Tages lautete: Starkwindwarnung westliche Ostsee, 6-8 bft aus SW, Schauerböen. Also: Hafentag. Frühstück erst um 9:30, Spazieren gehen, Kaffee trinken im Hafen, Nachproviantieren, Zeit zum Kochen.

Und dann kam auch schon die letzte Etappe unserer Reise; zurück nach Neustadt, 9:15 los und mit SW3-4 bft und blauem Himmel nach Neustadt, wo wir gegen 15:00 festgemacht haben. Dann Segel ordentlich auftuchen und einpacken, Deck schrubben, vorpacken. Abends haben uns Roland und Ulrike ins ‚Klüvers‘ gefahren, wo wir gut gegessen haben und dann noch auf einen Absacker zurück auf‘s Boot.

Am nächsten morgen hiess es dann: Alles einpacken und alles unter Deck sauber machen, Müll weg, angefangene Lebensmittel an Roland weitergeben, Pfandflaschen in Spende für die DGzRS umwandeln. Gegen 13:00 hat uns Roland mit einer Crew seines neuen Vereins nach Neustadt in den alten Hafen gefahren, so dass wir bis auf 200m Fussweg tatsächlich mit dem Schiff bis zum Bahnhof gebracht wurden.

Die Rückreise mit der Bahn verlief störungsfrei.

Hier nochmal in Kürze die Eckdaten der Reise: Neustadt- Grömitz- Burgtiefe- Kühlungsborn- Boltenhagen- Neustadt, Gesamtstrecke 143,6 Seemeilen, davon 34,8 sm unter Motor.

Das Ziel dieser Jugendreise war, die Jugendlichen mit einem modernen, seegehenden Boot vertraut zu machen.

Die Benutzung der Bordtoilette, die tägliche Routine mit diversen Kontrollen von Schiff und Motor, Segel setzen und Bergen und der Umgang mit 44 Füssen (13,5m Länge) unter Segel und Motor sowie Hafenmanöver, Leinen- und Fendermanagment, sowie der zeitlich geregelte Ablauf eines jeden Tages, Klassische Papiernavigation und Mäusekino (GPS-Plotter); all dies war schon nach kurzer Zeit gut erlernt, so dass eine sichere Schiffsführung auf See als auch im Hafen jederzeit gewährleistet war.

Gefreut habe ich mich über das hohe Mass an Engagement seitens aller Jugendlicher, bei der Umsetzung der Reise mitzuwirken. Alle haben das Schiff entweder ein- oder ausgeparkt, standen wechselweise am Ruder, haben mitnavigiert und als Team gekocht, gespült und vor allen Dingen viel Spass gehabt.

Christian Wilhelm - Jugendwart Segelclub Mainspitze

Hier der dazugehörige Zeitungsbericht AZ Mainz 19.10.2017

Hier der Bericht im Wochenblick 19.10.2017 (Seite 8)